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Nationalpark Sumava-Boehmerwald

Der Böhmerwald bildet zusammen mit dem benachbarten Bayerischen Wald das weitläufigste bewaldete Gebiet Mitteleuropas – das sogenannte „Grüne Dach Europas“. Die Hochebenen mit den herausragenden Gipfeln und mit durch die Erosion vertieften Flusstälern im westlichen Teil, oder das weitläufige Bergmassiv der Trojmezenská hornatina, zusammen mit den Moldau- Auen im Süden, sind die Heimat vieler seltener Pflanzen- und Tierarten. Zahlreiche Moorgebiete, die Reste der Berg- Urwälder, die Gletscherseen sowie die Berg- und Tal- Gegenden machen diese Region zu einem einmaligen Juwel der Naturschönheiten.




 

Der überwiegende Teil des Böhmerwaldes ist seit 1991 als größter Nationalpark der Tschechischen Republik (690 km2) geschützt. Als Schutzband dient das Landschaftsschutzgebiet Böhmerwald (1 000 km2). Zusammen mit dem benachbarten deutschen Nationalpark Bayerischer Wald (242 km2) sind sie die weitläufigste geschützte Fläche des mitteleuropäischen Waldkomplexes in Europa mit einer Reihe von internationalen Preisen.
Wegen seiner Lage inmitten des dichtbesiedelten Mitteleuropas, einer relativ gut erhaltenen Natur und seinen reichen Wasserquellen ist der Böhmerwald ein Gebiet mit einer stets wachsenden internationalen Bedeutung.
Der Nationalpark Böhmerwald mit einer Fläche von 69.030 ha liegt an der südwestlichen Grenze der Tschechischen Republik mit der BRD und Österreich zwischen Železná Ruda im Nordwesten und Zvonkova im Südosten. Er bildet die europäische Hauptwasserscheide zwischen der Nordsee und dem Schwarzen Meer. Unzählige Quellen und Moore, Bäche, Sturzbäche – bis hin zu den Hauptflüssen des Böhmerwaldes, der Moldau und der Ottawa – machen ihn zu einem der bedeutendsten Quellgebiete.
Der Böhmerwald ist ein relativ weitläufiger Bergzug, der eine ganze Reihe von verschiedenen Landschaftsabschnitten mit einbezieht. Abweichungen bei den lokalen natürlichen Verhältnissen machen sich dann in der Zusammensetzung der örtlichen Flora und den Vertretern vegetativer Typen bemerkbar.
Der überwiegende Flora- Typ ist die Waldvegetation, die während der langen Nacheiszeit die heutige Form annahm. Der natürliche Charakter dieser Gruppen wurde jedoch in einem bedeutenden Maß durch die langfristige Forstwirtschaft geändert.



Die Mehrzahl der an den Wald gebundenen Tiere kommt im Böhmerwald vor – mit Ausnahme von großen Raubtieren (Bär, Wolf). Die sauberen Flussläufe in den oberen Regionen sind die bedeutendsten Verbreitungsgebiete von Fluss- Fischottern in der Tschechischen Republik. Einmalig ist das Vorkommen von wirbellosen Tieren, die an Moorgebiete gebunden sind und eine Reihe von kostbaren Arten nördlichen Ursprungs mit einbezieht. Als großes zusammenhängendes Waldgebiet bietet der Nationalpark auch für größere Wirbeltiere ein geeignetes Umfeld - neben Auerhennen und Birkhühner, ist hier auch der Luchs anzutreffen.




 

© Nationalpark Sumava_Böhmerwald


Nationalpark Thayatal