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 | Nationalpark Thayatal |
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Der 1.330 ha große Nationalpark Thayatal liegt im niederösterreichischen Grenzgebiet zu Tschechien. Gemeinsam mit dem tschechischen Nationalpark Podyjí schützt er einen vielfältigen und wertvollen Lebensraum, der durch den Eisernen Vorhang jahrzehntelang nahezu unberührt blieb. Die Thaya hat sich hier bis zu 150 Meter tief in das kristalline Gestein der Böhmischen Masse eingegraben. Die höchste Erhebung ist der aus Gneis bestehende Umlaufberg, den die Thaya umfließt. Er bildet die Grenze zwischen dem rauen Klima des Waldviertels und dem pannonisch beeinflussten trockenen Weinviertel und beherbergt eine besonders hohe Vielfalt von Pflanzen und zahlreiche seltene Tierarten.
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Hauptaufgabe der Nationalparks sind der Schutz wertvoller Ökosysteme und die Erhaltung der Artenvielfalt. Als typischer Wald-Nationalpark mit über 90% Waldanteil beherbergt der Nationalpark Thayatal fast die Hälfte aller in Österreich vorkommenden Pflanzenarten. An kargen, steilen Hängen der Thaya sind die Trockenrasen trotz widriger Lebensbedingungen voll botanischer Raritäten. Im westlichen Teil und auf den schattigen Nordhängen dominieren Buchenwaldgesellschaften, in denen neben der Rotbuche auch Bergahorn, Eibe und Bergulme zu sehen sind. In der Krautschicht wachsen Türkenbund, Seidelbast, Sauerklee, Zwiebel-Zahnwurz, Einblütiges Perlgras und als Besonderheit das Weiße Waldvögelein. Vor allem im östlichen Teil des Gebietes sind auf den durch Sonneneinstrahlung sehr trockenen und warmen Südhängen Eichen-Hainbuchenwälder zu finden. In den umgestürzten Bäumen wächst die Larve des Hirschkäfers heran. Durch die größeren trocken-warmen Eichenwaldbestände des tschechischen Nationalparks zieht der seltene Steppeniltis.
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Zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten konnten im Thayatal ihren Lebensraum verteidigen: So gelang der Nachweis letzter intakter Populationen des Flusskrebses. Eine Sensation war, als 2007 erstmals nach über 30 Jahren die Existenz der Wildkatze in Österreich nachgewisen werden konnte. Vom intakten Flussökosystem profitieren Fischotter, Würfelnatter, Kammmolch und der Seeadler als Wintergast. Schwarzstorch, Äskulapnatter und Weißrückenspecht leben verborgen in den naturnahen Waldbeständen. Und auch die Trockenrasen und Felsstandorte sind ein wichtiger Lebensraum für gefährdete Arten wie Östliche Smaragdeidechse, Schlingnatter, Uhu und Kolkrabe.
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Der Nationalpark Thayatal bietet gemeinsam mit dem tschechischen Národní park Podyjí den Schutz einer der schönsten, romantischsten und artenreichsten Tallandschaften. Darüber hinaus sieht er sich als Brücke zwischen den Nachbarn Österreich und Tschechien. Dies ist notwendig, weil der Schutz eines Flusstales nur durch das Zusammenwirken beider Anrainer gewährleistet werden kann und weil nur Zusammenarbeit sicherstellen kann, dass die gesamte Region den Nationalpark auch mit trägt.
Weiterführende Internetadressen:
http://www.np-thayatal.at http://www.thayatal.com/thayatal http://www.nationalparks.at/ http://www.nationalparks.or.at/ http://www.umweltbundesamt.at/nationalparks
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Storchenkolonie Marchegg Nationalpark Sumava-Boehmerwald
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