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 | Naturpark Frankenwald |
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Der Frankenwald. Die grüne Krone Bayerns. Ein deutsches Mittelgebirge, Naturpark und historischer Boden im Norden Bayerns. Nur auf den ersten Blick präsentiert er sich weniger spektakulär als die See oder das Hochgebirge, und doch ist er landschaftlich unvergleichlich vielfältig. Kein Ziel für Massentourismus – und gerade deshalb noch echt und authentisch. Der Frankenwald, dessen größten Teil der Naturpark und damit geschützte Natur- und Kulturlandschaft ausmacht, ist mehr als 100.000 Hektar groß. Im Norden grenzt er an Thüringen, im Osten an das Vogtland und das Fichtelgebirge, im Süden an die Fränkische Schweiz und im Westen schließlich an das Obere Maintal/Coburger Land. An der A9 München-Berlin gelegen und ehemals als deutsch-deutsches-Grenzlandgebiet beinahe Naherholungsregion für die Berliner, entpuppt sich jetzt – nach Öffnung aller Grenzen – viel stärker als je zuvor die Vielfalt der Attraktionen als Spagat zwischen gelebter Tradition und gepflegter Moderne. Für Erholungsuchende und Urlauber ist natürlich die geschützte Natur des Naturparks das größte Kapital des Frankenwaldes.
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Etwa dreieinhalb tausend Kilometer markierter und vom Frankenwaldverein bestens unterhaltener Wanderwege erwarten den Wanderer, darunter auch 13 Kilometer des allseits bekannten Rennsteigs. Das Ende des Rennsteigs ist zugleich der Beginn des in 2004 eröffneten Frankenweges, der über 520 km bis zur Schwäbischen Alb führt, davon allein 123 km durch den Frankenwald. Neu hinzu kommt der „Burgenweg – der kulturhistorische Wanderweg“. Wie der Frankenweg als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifiziert, führt er der Wanderer gleichermaßen zu den naturräumlichen wie auch kulturellen Höhepunkten der Region. Der 2007 eröffnete Fränkische Gebirgsweg als weiterer, Franken durchquerender Weitwanderweg mit Start im Frankenwald bildet gemeinsam mit dem Frankenweg und dem Rennsteig ein veritables „Drehkreuz des Wanderns“. Wandern hat eine lange Tradition im Frankenwald. |
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Neuer hingegen sind die Angebote für Radtouristen, was nicht verwunderlich ist, denn die hügelige bis bergige Landschaft mit dem 794 Meter hohen Döbraberg als höchstem Berg erfordert eine gute, moderne Gangschaltung und ein gutes Maß an Kondition. Natürlich kann man es entlang der Wiesentäler – die übrigens das besondere Charakteristikum des Frankenwaldes im Vergleich zu anderen Mittelgebirgen darstellen – oder an der Ködeltalsperre, der größten Trinkwassertalsperre Bayerns – übrigens auch ein Paradies für Inline-Skater! –, „rollen lassen“. Doch gerade die sportlichen Radfahrer kommen auf den 300 Kilometern Mountainbike-Strecken, den neuen Bike Fun Trails am Döbraberg oder mit dem Rennrad auf den gut asphaltierten und schwach befahrenen Nebenstrecken bestens auf ihre Kosten. Der Wintersport im Frankenwald, entweder alpin oder nordisch auf Frankens größtem Loipennetz, ist eine stark genutzte Disziplin. Nordic Walking auf markierten Strecken, Reiten, Golf, Gleitschirmfliegen und vieles mehr setzen weitere Akzente und macht das Gebiet zu einem wahren Dorado für Natursporturlauber. |
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Als ehemaliges Grenzgebiet lag der Frankenwald lange Zeit nicht an den klassischen Nord-Süd- oder Ost-West-Transferstrecken. Dementsprechend gut erhalten sind Brauchtum und Tradition. Prägend für den Frankenwald sind Wald und Wasser, kombiniert in der Flößerei, die lange Zeit einer der wichtigsten Erwerbszweige im Frankenwald war. War früher die Arbeit als Flößer auf den Wasserwegen bis Amsterdam ein „hartes Brot“, so können sich heute Touristen bei der Floßfahrt auf der Wilden Rodach an einem feucht-fröhlichen Vergnügen erfreuen. Ähnlich bedeutend wie die Flößerei war das Textilhandwerk, das sich zu einer modernen Industrie entwickelt hat. „Kleiderschrank der Welt“ war lange Zeit der Titel der Stadt Helmbrechts, wo heute an einem klassischen Webstuhl im Oberfränkischen Textilmuseum jeder Besucher für das Guinness-Buch der Rekorde am längsten Schal der Welt weben kann. Ein wärmender Schal schadet nicht, wenn man in den kühlen Stollen eines Besucherbergwerks eine weitere Frankenwälder Tradition entdeckt: den Bergbau. Der Erz- und Kohleabbau war wirtschaftlich ertragreich, aber landschaftlich prägender ist der Schieferabbau: Die Schieferfassaden vieler Häuser vor allem im Norden des Frankenwaldes sind weiter verbreitet auch als das Fachwerk, das gemeinhin mit Architektur in Franken gleichgesetzt wird und sich stärker im Süden des Gebietes, z.B. in Kulmbach, zeigt. Der Schiefer bildet die sichtbare Brücke nach Thüringen; immerhin gilt der Frankenwald als Ausläufer des Thüringer Waldes.
Weit gefehlt zu denken, die Natur mit all ihren Freizeitmöglichkeiten wäre im Naturpark das einzig Entdeckenswerte. Vielmehr ist der Frankenwald reich an Kultur: Alexander v. Humboldt und Jean Paul haben ihre Spuren hinterlassen, Lucas Cranach ist ein Sohn der Region. Die zahlreichen Schlösser und Burgen von Lauenstein über Mitwitz und Kronach – die Festung Rosenberg gilt als eine der größten erhaltenen Festungsanlagen Deutschlands – bis zu Kulmbachs Plassenburg sind steingewordene Geschichte und beste Kulisse für Konzerte, Ausstellungen und modernes Freilichttheater wie die Faust-Festspiele Kronach. Auch die Museenlandschaft ist reich und vielfältig: Traditionelles Handwerk wie Klöppelei, Flößerei und Weberei werden thematisiert, Dampfloks und Mühlen gewähren einen Blick in die Geschichte, doch auch Picasso und Hundertwasser zeigen sich in temporären Ausstellungen im besten Rahmen.
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Kein Urlaub ohne die Freuden des Gaumens! Die allseits geschätzte fränkische Küche findet im Frankenwald eine zeitgemäße und gleichzeitig überaus schmackhafte Form: „Unsere Frankenwald-Küche – natürlich regional“ lässt den Gastronomen im Frankenwald alle Freiheit, Wild oder Fisch, Zicklein oder Lamm, Rind oder Schwein anzubieten. Doch in jedem Fall hat der Gast die Gewissheit, dass vorwiegend Produkte aus der Region auf den Wirtshaustisch kommen. Dies fördert die Qualität und schont die Umwelt! Wer es ausgewogener und gesundheitsbewusster mag, findet wiederum bei den Gastronomen der „Vital-Küche“ reichlich Auswahl für kulinarischen Genuss ohne Reue. Und kaum eine Speise ohne einen guten Tropfen, im Frankenwald – man befindet sich in Bierfranken! – aus einer der zahlreichen Brauereien, vielleicht an der Bier- und Burgenstraße oder gar aus Kulmbach, Deutschlands heimlicher Hauptstadt des Bieres. Und was wäre ein besserer Abschluss eines guten Essens als die Pralinen aus Lauenstein in der Rennsteigregion hoch oben im Frankenwald? Wohl nirgendwo lernt man den Frankenwäldler besser kennen als am Wirtshaustisch. Der Frankenwälder ist – anders als in vielen massentouristischen Gebieten – nicht Teil der touristischen Infrastruktur. Er ist vielmehr Original und originell, mit einem wachen Sinn für die Wurzeln seiner Region, für Echtheit und für die Natur. Letztere wird im Frankenwald in besonderer Weise bewahrt: Als Naturpark ist der Frankenwald eines von aktuell 30 europäischen Großschutzgebieten, die die „Europäische Charta für nachhaltigen Tourismus in Schutzgebieten“ unterzeichnet haben. Mit der Charta legt der Frankenwald sich fest, Tourismus ausschließlich mit besonderer Berücksichtigung der Belange des Naturschutzes zu entwickeln. Der Frankenwald ist keine Kunstwelt, sondern lebendiger Natur- und Kulturraum – und soll es, so die Zielsetzung, auch für die Zukunft bleiben!
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© Frankenwald Tourismus |
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Natur- und Landschaftspark Goricko Nationalpark Bayerischer Wald
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