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Bogenschießen

Seit fast 70 Jahren verbindet organisierter Feldbogensport die Faszination des Bogenschießens mit den Herausforderungen einer Querfeldein-Wanderung durch teilweise schwieriges Gelände. An Material und persönliche Fähigkeiten der Sportler sind durch diese Kombination einige Mindest-Voraussetzungen gestellt. Verschiedene Bogenarten und Ziele ermöglichen zudem Variationen der Sportausübung. Gemeinsam ist ihnen allen, dass der Aufenthalt in Natur und Landschaft den besonderen Reiz des Feldbogensports ausmacht und so zur weiteren Verbreitung beiträgt. Daraus können sich allerdings auch vermehrte Auswirkungen auf Pflanzen und Tiere ergeben.

Abbildung: © DFBV -

In Deutschland gibt es derzeit drei Bogensport-Verbände, die das Feldbogenschießen in der ein oder anderen Variation anbieten. Das sind:

Der Deutsche Feldbogenverband (DFBV), der nach den Regeln des Internationalen Feldbogenverbandes (IFAA) deutsche und internationale Wettbewerbe bis hin zu Feldbogen Europa- und Weltmeisterschaften in den Bereichen 3D- und Feldscheiben-schießen im Programm hat.
Der Deutsche Schützenbund (DSB), der in den Bereichen Olympisches Bogenschießen (FITA) national und international führend ist, Feldbogenschießen ebenfalls national und international im Rahmen der Regeln der FITA anbietet, 3D Wettkämpfe auf nationaler Ebene aber derzeit nicht im Programm hat.
Der Deutsche Bogensportverband (DBSV) der aus dem DDR –Bogensportverband hervorgegangen ist und sowohl die olympischen Disziplinen, das Feldbogenschießen als auch 3D Wettkämpfe national anbietet, international allerdings z. Z. nicht anerkannt wird.

Seit dem 11.11.2006 sind DFBV und DSB im Rahmen einer besonderen Mitgliedschaft freundschaftlich verbunden, um den in den beiden Verbänden organisierten Bogensportlern (bei Doppelmitgliedschaft) die Teilnahme an den nationalen und internationalen Wettkämpfen und Meisterschaften des jeweils anderen Verbandes zu ermöglichen.

Auswirkungen auf die Natur

Der wettkampfmäßige Feldbogensport zieht aufgrund der auf dem Parcours von Scheibe zu Scheibe rotierenden kleinen Teilnehmer-Gruppen kaum größeren Zuschauermengen an. Zudem ist der Bewegungs-Freiraum der Zuschauer schon aus Sicherheitsgründen auf größere Waldwege beschränkt. Falls Zuschauer oder Medienvertreter eine Gruppe in einem Turnier begleiten, so geschieht dies i. d. R. nur unter Aufsicht und unter strikter Beachtung der Sicherheitsregeln. So sind auch bei weiterer Verbreitung des Sports kaum Großveranstaltungen des Feldbogenschießens in Natur und Landschaft zu erwarten.
Allerdings können die Aktiven, immerhin bis zu 400 bei Wettkämpfen, durchaus ein beträchtliches Störpotenzial darstellen. Um Flora und Fauna möglichst wenig zu beeinträchtigen, ist eine Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde und den Jagdpächtern vor Aufbau eines Parcours sinnvoll. So können sensible Bereiche wie Brut-, Nist- oder Rastplätze von Tieren, oder auch Luderstellen, Salzlecken etc. von Vorneherein vermieden werden. Generell ist das Betretungsrecht zu beachten, dass in verschiedenen, gebietsspezifischen Verordnungen geregelt ist.
Um die Beeinträchtigung des Wildbesatzes möglichst gering zu halten darf der Turnier- und Trainingsbetrieb außerdem nur bei vollem Tageslicht laufen. Die Dämmerungs- und Nachtzeiten sind grundsätzlich ausgenommen.
An den Pausenstationen sollten Müllbehälter und mobile Toiletten aufgestellt werden um eine Belastung des Waldes mit Abfällen und Fäkalien zu vermeiden. Verpflegungsrückstände und benutztes Ein- oder Mehrweggeschirr sollten von den Veranstaltern nach einem Turnier immer komplett aus dem Parcours entfernt.

Abbildung: © Michael Pütsch -

Quelle: http://www.natursportinfo.de