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Heute wird Fahrradfahren von einer breiten Masse von Menschen ausgeübt, da dieser Sport von vielen schon im Kindesalter erlernt wird und nur wenige Voraussetzungen mit sich bringt. Der Reiz der Fortbewegung mit dem Velo liegt darin, die Natur mit Hilfe der eigenen Muskelkraft, aber ohne allzu große Anstrengung und sehr unmittelbar zu "erfahren".
Im Laufe der Zeit haben sich verschiedene Varianten der Sportart entwickelt, die weit über das simple Fahrradfahren hinausgehen, weil sie mehr körperliche Fitness und spezielles Material erfordern, wie zum Beispiel das Rennrad-Fahren oder das Mountainbiken. Radfahrer erwarten vom Naturraum eine attraktive, vielfältige Landschaft, die durch befestigte, aber nicht zu stark von motorisierten Fahrzeugen frequentierte Wege erschlossen ist. Die Auswirkungen auf den Naturraum durch den Radfahrer sind relativ gering, da die befestigten Wege in der Regel nicht verlassen werden. Dennoch ist es nicht auszuschließen, dass es in bestimmten Gebieten zu gewissen Störungen der Natur kommen kann.
Fürs Fahrradfahren wird grundsätzlich nur die Fähigkeit benötigt, sich auf zwei Rädern mittels Pedaltritten fortzubewegen. Zwingende Materialvorgaben in Bezug auf die Kleidung gibt es nicht, auch wenn die Diskussion um eine Helmpflicht für Radfahrer immer wieder aufkommt.
Meist wird zwischen Alltags-, Freizeit- und professionellen Radfahrern unterschieden. Auch beim Velo selbst steht eine Vielzahl von Modellen und Techniken zur Auswahl, die in den letzten Jahren - angeregt durch rasante Entwicklungen beim Rennrad und Mountainbike - auf den Markt kamen. Fahrradfahren kann man grundsätzlich in jedem Naturraum. Da für bergiges Gelände mit ausgesprochen steilen Auf- und Abfahrten eher Rennräder oder Mountainbikes zum Einsatz kommen, beschränkt sich das "einfache" Fahrradfahren auf Wege mit relativ festem Untergrund in gemäßigtem Gelände.
Abbildung: © Thorsten Wiehle -
Radwege sollten so eben wie möglich sein und keine Hindernisse aufweisen. Ein zusammenhängendes Wegnetz durch verkehrsberuhigte Gebiete und abwechslungsreiche Landschaften wird generell als angenehm empfunden, gerade bei Radtouren in größeren Gruppen oder mit der Familie. Wenn besagte Route zudem an attraktiven Aussichtspunkten, Rastplätzen, Gaststätten oder sonstigen Besonderheiten der Region vorbei führt, steigt der touristische Wert einer solchen Route nochmals.
Abbildung: © Arno Behlau -
Da es beim Fahrradfahren normalerweise zu keiner Nutzung des Naturraumes außerhalb bestehender, befestigter Wege kommt, sind die Einwirkungen auf den Naturraum im Allgemeinen entsprechend gering. Allerdings existieren vereinzelte Beispiele für die Störung von Wildtieren durch Radfahrer und Wanderer. Daher sollten sich Radfahrer bei der Planung längerer Strecken immer über die Lage von geschützten Gebieten informieren und diese auch respektieren - selbst wenn dies zu einem Umweg zwingen sollte.
Ganz verzichten sollte man darauf, bestehende Straßen und Wege zu verlassen oder gesperrte Naturschutzgebiete zu durchqueren.
Der Radsport hat sich im Laufe der Jahrzehnte in diverse Disziplinen aufgeteilt: Neben dem Breitensport, der keinerlei Wettkampfbedingungen unterliegt und genauso der Erholung wie der Fitness dient, über den eigentlichen Rad-Rennsport auf der Straße, der Bahn oder im Gelände bis zu in der Halle betriebenen Spezialitäten wie Radpolo und Einradfahren.
Das Fahrradfahren kann, zum Beispiel in Form von Radtouren, von einer breiten Masse an Personen mit einem weiten Alterspektrum ausgeübt werden. Um eine günstige Wirkung auf die persönliche Fitness zu spüren und das Radfahren als angenehm zu erleben, sollten allerdings einige Punkte beachtet werden: So sind viele Fahrer mit einem nicht an ihre Anatomie angepassten Rad und falscher Trettechnik unterwegs: Wer zum Beispiel ständig zu schwere Gänge tritt, tut seinen Gelenken keinen Gefallen, und die Fortbewegung wird unnötig anstrengender. Da es sich beim Fahrradfahren um eine wegorientierte Sportart handelt, sollte vor Fahrtbeginn eine dem Rad und Fahrer angepasste Strecke ausgesucht werden. Mit Hilfe spezieller Radkarten, die auf Steigungen und stark befahrenen Abschnitten Aufmerksam machen, können Routen durch landschaftlich reizvolle Gebiete geplant werden. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass keine geschützten Gebiete durchquert werden, da diese nicht durchfahren werden dürfen.
Abbildung: © Arno Behlau -
Von den anderen Formen des Radsports unterscheidet sich das Radwandern hauptsächlich durch die Dauer der Tour. Beim Radwandern werden über mehrere Tage bestimmte Entfernungen zurückgelegt, was oft mit einem täglichen Standortwechsel und damit mit dem Zwang verbunden ist, Gepäck auf dem Rad mit sich zu führen. Die Anzahl der Kilometer, welche ein Radwanderer an einem Tag zu bewältigen vermag, ist individuell sehr verschieden und sollte mit in die Routenplanung einfließen. Die Strecken können entweder individuell zusammengestellt oder es können fertige Touren kommerzieller Anbieter gebucht werden. Außerdem sollte bei der Planung darauf geachtet werden, dass keine Strecken durch Naturschutzgebiete gelegt werden, die nicht durchfahren werden dürfen.
Quelle: http://www.natursportinfo.de